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| Quarzwerke Frechen wird als erstes Unternehmen in NRW mit der Plakette „Amphibienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet

Peter Schmidt von der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft bereut die Quarzwerke beim Thema Amphibien. Er brachte daher persönlich die Plakette an.

Auch Maskottchen Gisela musste Mundschutz tragen.

v.l.n.r.: Rolf Jansen (Quarzwerke), Maskottchen Gisela Wechselkröte (natürlich auch mit Mundschutz), Britta Franzheim (Quarzwerke), Peter Schmidt (Biologische Station Bonn/Rhein-Sieg, David Tigges (vero), Monika Hachtel (NABU NRW)

Wir sind das erste Unternehmen in NRW, das vom Umweltministerium, dem NABU, den Biostationen im Rheinland und dem Branchenverband vero die Plakette „Amphibienfreundliches Unternehmen“ verliehen bekommen hat.

Für diese Auszeichnung haben wir seit Jahren viel getan. Green-Team und Biologin arbeiten eng mit dem Amphibienexperten der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft, Peter Schmidt, zusammen, der eigenhändig die Plakette am Aussichtspunkt anbrachte.

Seit Jahren bieten wir für Wechsel- und Kreuzkröten Laichgewässer und Versteckmöglichkeiten an. In den vergangenen beiden trockenen Sommern haben wir Kaulquappen aus Tümpeln gerettet, die auszutrocknen drohten. Bei einigen wenigen Tümpeln haben wir durch Wasserzufuhr ein Austrocknen verhindert und so die Population der seltenen Kröten gestärkt. Diese Maßnahmen sind freiwillig und haben nichts mit gesetzlichen Anforderungen zu tun.

Gemeinsam mit Biologen der Biologischen Station haben Quarzwerke vor einigen Jahren einen Leitfaden erarbeitet, um auch andere Unternehmen zu animieren, sich für die sogenannten Abgrabungsamphibien einzusetzen. 

Unter dem Begriff „Abgrabungsamphibien“ werden Amphibien zusammengefasst, die die Dynamik in der Natur benötigen, um einen Lebensraum zu finden, in dem sie leben und sich fortpflanzen können. Im Idealfall sind das frische, flache, vegetationsarme Gewässer, grabbarer Boden, Steine und Totholzhaufen. Quarzwerke bietet den Tieren genau das.

Umweltministerin Heinen-Esser hat gerne die Schirmherrschaft übernommen: “Abgrabungen werden in der Öffentlichkeit häufig als zerstörerische Eingriffe in Natur- und Landschaft wahrgenommen. Doch in Wirklichkeit können gerade Kiesgruben und Steinbrüche bei guter Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Naturschutz wichtige Ersatzlebensräume für seltene Arten von Amphibien, wie Gelbbauchunke und Laubfrosch, wärmeliebende Reptilien, wie Schlingnatter und Mauereidechse, oder auch für bestimmte Vogelarten, wie Uferschwalbe, Flussregenpfeifer und Kiebitz, bieten. Deswegen lohnt sich das gemeinsame Engagement, und mit freiwilligen, gut abgestimmten Maßnahmen lässt sich allemal mehr erreichen als nur über Ordnungsrecht.“

Der NABU NRW ist überregionaler Partner der Kooperation: „Mit dieser Vereinbarung ist es beispielhaft gelungen zu zeigen, dass unternehmerische Tätigkeit und aktiver Naturschutz keine Gegensätze sein müssen. Wir freuen uns, dass wir vor drei Jahren mit vero und den Biostationen den Grundstock legen konnten für dieses mittlerweile erfolgreiche Projekt zum Schutz stark gefährdeter heimischer Amphibien. Mit der Auszeichnung als „amphibienfreundlicher Betrieb“ wird dieses Engagement mittlerweile mehrerer Abbauunternehmen auch folgerichtig öffentlich gewürdigt“, so Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW.

Monika Hachtel vom NABU NRW bedankte sich bei Quarzwerke für die gute Zusammenarbeit. Eine geplante gemeinsame Amphibiennacht auf dem Gelände der Quarzwerke fiel leider ebenfalls Corona zum Opfer. Aber ganz sicher werden wir die Amphibiennacht im kommenden Jahr nachholen!

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