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| Wolf im Tagebau von Caminau

Rettungsaktion Wolf im Tagebau Caminau

Der betäubte Wolf wurde in eine Tierklinik gebracht. Viele Helfer haben alles versucht, das streng geschützte Tier zu retten.

Wolf im Tagebau von Caminau

Lange Jahre galt der Wolf bei uns als ausgestorben. In der Lausitz hat sich eine kleine und fragile Wolfspopulation entwickelt.

Fragile Wolfspopulation in der Lausitz – Leider kein Wolfs-Happyend

Kurz vor Frühjahrsbeginn fand ein Jäger bei seinem Reviergang einen Wolf auf dem weiträumigen Gelände des Caminauer Kaolinwerkes in einem Waldstück in der Nähe des Tagebaus. Äußere Verletzungen waren nicht festzustellen, aber er schien völlig erschöpft zu sein. Sofort wurden die zuständigen Stellen im Landratsamt, insbesondere die Naturschützbehörde, alarmiert. Mitarbeiter vom Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“ in Rietschen, Kreis Görlitz, betäubten das Tier vor Ort und brachten es in die nächstgelegene Tierklinik. 

Offenbar war der Wolf, bei dem es sich um den Leitrüden des Milkeler Rudels handelte, schon längere Zeit krank. Das Alter wurde auf ca. sieben Jahre geschätzt; insgesamt ein schönes und starkes Exemplar. Die Untersuchung ergab, dass innere Organe, unter anderem auch das Herz, angegriffen waren. Ilka Reinhardt vom wildbiologischen Büro Lupus vermutete: „Er dürfte durch Organversagen zusammengebrochen sein. Vermutlich hatte er wohl auch mehrere Tage nichts gefressen, und er schien völlig dehydriert zu sein!“ Wie sich im nachhinein herausstellte, war die Ursache eine Blutvergiftung, die sich das Tier zugezogen hatte. Aus ärztlicher Sicht war der Wolf nicht mehr zu retten, und mit Zustimmung der Naturschutzbehörde wurde das Tier eingeschläfert. Für weitere Untersuchungen wurde der Kadaver an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin gebracht. „Wir haben alles gegeben und alles versucht, ihn zu retten“, so der Zuständige für Sonderaufgaben/Sicherheit im Caminauer Kaolinwerk, Jürgen Schlegel, „aber leider kein Wolfs-Happyend!“

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