Rohstoff Kaolin zum Gestein des Jahres gekürt

Zentralveranstaltung fand im Werk Kemmlitz statt

Zur zentralen Veranstaltung, bei der Kaolin zum Gestein des Jahres 2013 ernannt wurde, hatte Dr. Werner Pälchen mit den Vertretern des Berufsverbandes Deutscher Geologen (BDG) und der Deutschen Geologischen Gesellschaft (DGG) die Kemmlitzer Kaolinwerke als Veranstaltungsort ausgewählt. Traditionell findet diese Veranstaltung jährlich zum „Tag der Erde“ statt. Eingeladen wurden Geologen des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Freiberg, Kommunalpolitiker, Geographielehrer und weitere Experten.

Zu Beginn der 

Veranstaltung wurde bei Fachvorträgen zunächst dargestellt, warum es nicht nur den Baum, die Heilpflanze, den Vogel oder andere Pflanzen und Tiere des jeweiligen Jahres, sondern auch ein Gestein des Jahres gibt. Gegenüber den Festgesteinen, die in den vergangenen Jahren „Gestein des Jahres“ wurden, wie Tuff, Basalt und Granit, ist der Kaolin ein Lockergestein, das durch Verwitterung feldspatreicher Gesteine unter subtropischen Klimabedingungen in der Zeit vor ca. 100 bis 15 Mio. Jahren (mittlere Kreide bis oberes Tertiär) entstanden ist. Bedeutung erlangte der Kaolin in Sachsen und Europa mit der Herstellung des weißen Porzellans vor 300 Jahren durch Tschirnhaus und Böttger. Im Zuge der industriellen Revolution wurde Kaolin auch für andere Industriezweige entdeckt, so dass die heutigen Hauptanwendungen in der Papierindustrie und in der Keramik liegen, also aus unserem täglichen Leben gar nicht wegzudenken sind. „Mit dem Kaolin soll die Aufmerksamkeit auf geologische Bildungen gerichtet werden, die wegen ihrer Konsistenz zur Kategorie der Lockergesteine gezählt werden“, so Dr. Werner Pälchen vom Berufsverband Deutscher Geologen, „und gleichzeitig wollen wir auf die Bedeutung dieses wichtigen Rohstoffes aufmerksam machen, der in vielen Bereichen des Lebens zum Einsatz kommt“.

Nach der Vortragsveranstaltung fuhren die Teilnehmer zum Tagebau Schleben/Crellenhain, wo es mit der Fahrt im Safariwagen in den Tagebau weiter ging. Mit einem Glas Sekt wurde der Kaolin zum Gestein des Jahres getauft. Mit der Befahrung der aktuellen Abbaustellen fand die Veranstaltung ihr Ende.
Dank aller Akteure war diese Veranstaltung ein Erfolg, nicht nur für die Kemmlitzer Kaolinwerke.

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