Neue Nassklassierung in Gluhivzi, Ukraine

Bedeutender Schritt für UKC

Mit dem Neubau der Nassklassierung als erstem Abschnitt der neuen Produktionslinie 1 wurde der nächste bedeutende Schritt in der Umsetzung des Zukunftskonzeptes für die umfassende Modernisierung des Standortes Gluhivzi vollzogen. Die Modernisierungsmaßnahmen umfassten den Neubau von Roherdeaufgabe, Roherdeauflösung sowie Kaolinklassierung.

Blick auf die neue Anlage der Nassklassierung in Gluhivzi, mit einer Vielzahl an technischen Innovationen.


Seit Sommer 2012 läuft nun die neue Nassklassierung. Die Produktionskapazität wurde damit zunächst im Vergleich zur Altanlage um etwa ein Viertel gesteigert. Im Vorfeld der Inbetriebnahme wurde das Bedienpersonal der neuen Anlage intensiv geschult. Hierzu besuchten die künftigen Anlagenfahrer unter anderem für fünf Tage unser Kaolinwerk in Caminau, wo sie in Bedienung und den Umgang mit einer modernen Kaolinklassierung eingewiesen wurden. Zusätzlich wurde das Personal bereits in der Endphase der Montage schrittweise mit der neuen Anlage vertraut gemacht.

Im Vordergrund die Zyklonstufe und im Hintergrund die moderne Waschtrommelanlage.


Die neue Waschtrommel sorgt für eine optimale Auflösung des Kaolins. Die nachfolgende Zyklonanlage verfügt im Gegensatz zur Altanlage über eine Vielzahl technischer Innovationen. Dadurch kann die Ausbeute deutlich gesteigert werden. Zudem werden wesentlich bessere Produktqualitäten erzielt. Neben einem reduzierten Stromverbrauch konnte auch die Abfuhr der in der Nassklassierung anfallenden Überschusssande wesentlich vereinfacht werden. Die Inbetriebnahme der Nassklassierung erfolgte in zwei Etappen, um sicher zu stellen, dass beim Übergang von der alten auf die neue Nassklassierung keine ungeplanten Stillstandzeiten entstehen und die Lieferfähigkeit der UKC zu jedem Zeitpunkt gesichert ist.

Die Anlage ist vollautomatisiert. Der Anlagenfahrer wählt über das Bediendisplay das gewünschte Zielprodukt aus und anschließend läuft die Anlage auf Knopfdruck unter Berücksichtigung relevanter Startbedingungen selbstständig hoch. Dabei wird die Anlage samt Roherdeauflösung von einem Mitarbeiter/Schicht bedient. Diese Ökonomisierung ist auch dringend erforderlich, da es gilt eine Investition im zweistelligen Millionenbereich zu amortisieren. 

Im Erdgeschoss des neuen Produktionsgebäudes: Die Pumpen und Pumpensümpfe.

Im nächsten Schritt werden bis Mitte 2013 neue Filterpressen- und Trockneranlagen errichtet und in Betrieb genommen, so dass dann die volle Kapazität der Linie 1 erreicht wird. Parallel dazu laufen die Bauarbeiten für die Produktionslinie 2. 
Es tut sich also was in Gluhivzi! 

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