European Minerals Day 2011

Biologische Führung in Gambach

Knapp drei Stunden führte der Biologe Dr. Gerhard Heybrock eine Gruppe interessierter Nachbarn durch den rekultivierten und den aktiven Tagebaubereich. „Das machen die Quarzwerke wirklich vorbildlich, sie schaffen überall kleine Oasen für seltene Tiere“, so Heybrock. Das Werk Gambach wurde für das Engagement im vergangenen Jahr mit dem Umweltpreis des Energieversorgers OVAG ausgezeichnet. Deren Geschäftsführer, Rolf Gnadl, überzeugte sich von der sinnvollen Verwendung des Preisgeldes. „Wir haben die 5.000 Euro Preisgeld für die Gestaltung zusätzlicher Pionierhabitate verwendet“, erklärte Werkleiter Thomas Heidenreich.

European Minarals Day 2011 in Hirschau

Einmalige Lebensbedingungen für gefährdete Tier- und Pflanzenwelt

Die Amberger Kaolinwerke und der Fachbereich Biologie des Gregor Mendel Gymnasiums, Amberg, starteten mit einer Auftaktveranstaltung eine knapp eineinhalbjährige Langzeitfeldstudie im Rahmen des Projekts-Seminars des Fachbereichs Biologie unter der Leitung von Andrea Huber-Jödicke. Diese Gemeinschaftsprojektarbeit "Schule und Industrie" hat zum Ziel, dass von den Schülern eine Kartierung von gefährdeten Pionierarten (Fauna und Flora) in einem Habitat mit Magerboden im Randbereich des Kaolintagebaus vom Werk Hirschau erstellt wird.

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer Kurzeinweisung durch den Werkleiter, Helmut Struchtrup, "durchforschen" die Schüler das Feuchtgebiet auf der Suche nach Amphibien.

Das Projektseminar im Fach Biologie ist als ein Schulprojekt zu werten, das in einem Schülerteam wissenschaftliche Aufgabenstellungen im Rahmen der Kollegstufe genauer untersuchen soll. Dies findet in Zusammenarbeit mit der Industrie, Behörden, Medien und anderen Institutionen statt. Die Bewertung fließt in die Abiturnote jedes einzelnen Seminarteilnehmers mit ein, so die Neukonzeption des bayerischen Kultusministeriums.
Wir, von Seiten der Rohstoffindustrie, führen diese Start Up-Veranstaltung mit dem Thema „Artenvielfalt im Tagebau der Amberger Kaolinwerke live erleben“ durch, werfen die Fragestellung auf und stecken den Rahmen dieser Feldstudie ab. Dabei kommt es besonders darauf an, dass in einem Gebiet einer aufgelassenen Kaolingrube, die wieder mit Sand verfüllt wurde, die Schülerinnen und Schüler die Entstehung einer Lebensgemeinschaft kennen lernen sollen, die in unserem Gebiet einmalig ist.

Totholzansammlungen bilden ideale Rahmenbedingungen für Insektenarten, die auf Magerbodenbedingungen spezialisiert und angewiesen sind. 

Nach dieser „Bestandsaufnahme“ soll die Entwicklung der jeweiligen Populationen erfasst und evtl. auch Maßnahmen konzipiert werden, die Lebensbedingungen im Sinne einer Nachhaltigkeit zu verbessern. Insbesondere soll der Schwerpunkt auf bedrohte Tier- und Pflanzenarten gelegt werden.

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