Neubau der Mahlkaolinanlage in Hirschau

Ein weiterer Meilenstein in der Verlagerung der Produktion aus Schnaittenbach nach Hirschau

Im Rahmen der Verlagerung des Werkes Schnaittenbach nach Hirschau wurden dort eine Kaolinvermahlung mit dazugehöriger Absackung von Mahlkaolin und eine Granulatabsackung errichtet. Ziel dieses Projektes ist, die Aufbereitung für diese Produktgruppen von Schnaittenbach nach Hirschau zu verlagern und gleichzeitig die einzelnen Komponenten zu erneuern bzw. zu modernisieren. Nach einer Realisierungszeit von 19 Monaten kann die Anlage, die in einer weithin sichtbaren Produktionshalle mit 39 m Grundfläche untergebracht ist, im 1. Quartal 2011 an die Produktion übergeben werden. Kaolingranulat, der „Rohstoff“ für Mahlkaolin, kann aus verschiedenen Quellen der Anlage zugeführt werden. Das Granulat wird dosiert auf eine Mühle aufgegeben, zerkleinert und durch Zuführung von Heißgas getrocknet. Die Förderung des desagglomerierten Kaolins geschieht im Heißgasstrom. Durch einen Abscheidefilter wird das Produkt in Mahlkaolinsilos verbracht. 

Die Absackung erfolgt nur mit einer statt bisher drei Absackmaschinen (für Granulat und Mahlkaolin). Die Säcke werden durch den Palettierroboter vollautomatisch geschlichtet und gestretcht. Damit wird eine deutliche Komplexitätsreduzierung erreicht. Da die meisten in Schnaittenbach verwendeten Aggregate eine hohe Restlebensdauer aufwiesen und reichlich Betriebserfahrung vorhanden ist, wurde die Vermahlung von Kaolingranulat mit dazugehörigem Brenner sowie alle Förderaggregate, Siebmaschinen und einige der notwendigen Silos aus dem Bestand von Schnaittenbach weitergenutzt. Diese komplexe Umsetzung in kleinen Zeitfenstern während der laufenden Produktion konnte nur in sehr enger Abstimmung mit der Produktion geleistet werden. Ende 2010 wurde der Probebetrieb der neuen Mahlkaolinanlage erfolgreich aufgenommen.

 

 

 

Kurzbesprechung zwischen der Produktionsleitung des Werkes Hirschau und dem verantwortlichen Projekt-Team Technik (v.l.n.r.) Bernhard Neudecker, Andreas Schramm, Horst Ritter, Andreas Heldmann und Dr. Thomas Wegner (nicht im Bild). 

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