Mit Umweltpreis ausgezeichnet

Viel Lob für die Renaturierung in Gambach

Strahlende Gesichter bei der Preisverleihung: (v.l.n.r.) Holger Hachenburger, Britta Franzheim und Thomas Heidenreich nahmen bei der feierlichen Preisverleihung die Urkunde, den „Baumpokal“ und das Preisgeld entgegen.

 

„Die Quarzwerke machen vor, wie man nicht nur Auflagen erfüllt, sondern aus eigenem Antrieb etwas tut“, urteilte die Jury des OVAG Umwelt- und Innovationspreises 2010. Stolz nahm Werkleiter Thomas Heidenreich den mit 5000 Euro dotierten Preis entgegen: „Es ist ein gutes Gefühl auch durch ein externes Gremium bestätigt zu bekommen, dass wir gute Arbeit geleistet haben.“ Gut fühlen sich offenbar auch die vielen seltenen Tiere und Pflanzen im aktiven und renaturierten Tagebaubereich Gambach. Vorausschauendes Arbeiten, etwas Geduld und viel Liebe zur Natur sind notwendig, um die größte Uferschwalben-Population in ganz Hessen beheimaten zu können. 

 

 

  

 

Viel Betrieb an einer der Wände im Tagebau, an denen sich die Uferschwalbe eingenistet hat.

 

 


„Schon im Winter bereiten wir alles für die Brut der kleinen Schwalbenart vor“, erklärte Holger Hachenburger, der die Bewerbung zum Umweltpreis initiiert hatte, dem Publikum bei der Preisverleihung. „Die Sandwand, die sich im Frühjahr die Uferschwalbe für ihre Bruthöhlen aussucht, ist dann für unsere Bagger tabu.“ Auch für andere seltene Vögel, die noch seltenere Steinbiene sowie die Wechselkröte bietet der Tagebau eine Heimat. Mehrmals im Jahr werden Führungen angeboten, um auch Vogelkundler und Nachbarn an der einzigartigen Natur zu beteiligen. „Eigentlich sehen vor allem die Pionierflächen für die Amphibien eher unscheinbar aus. Für die Natur aber sind es wertvolle Flächen.“ Das Preisgeld wird für Maßnahmen verwendet, die zur weiteren Förderung von Tieren und Pflanzen dienen. Wer Zeit und Lust hat, kann sich am kommenden European Minerals Day im Mai 2011 im Tagebau Gambach die besondere Natur anschauen und erklären lassen.

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