Juni 2010 I Einladung zum „Anbaggern“ stieß auf große Resonanz

Der „flüsternde Riese“ wurde den Anwohnern vorgestellt

Die Einladung zum „Anbagger-Festl“ stieß auf erfreulich große Resonanz.

Groß, wuchtig, mit enormer Reißkraft, so präsentiert sich die neueste technische Errungenschaft der Amberger Kaolinwerke, der Tieflöffelbagger Hitachi Excavator 1900. Nach Aussagen des Herstellers sind in Deutschland nur fünf Stück im Einsatz. Das Großgerät soll die beiden alten Bagger ersetzen und die bisher notwendigen Lockerungssprengungen der betonharten Roherde überflüssig machen. Den Anwohnern der 1. und 2. Reihe des Westfeldes sowie den Tagebau- und Baggerwerkstatt-Mitarbeitern wurde der Bagger bei einem kleinen Fest vorgestellt. 

 

 

Werkleiter Helmut Struchtrup konnte eine große Zahl Anwohner begrüßen.

Die Einladung zum „Anbaggern“ stieß auf große Resonanz und so konnte Werkleiter Helmut Struchtrup zahlreiche Gäste zum „Anbagger-Festl“ willkommen heißen. In seiner Begrüßungsrede machte er deutlich, dass die Investitionssumme von 1,7 Mio. Euro in ein einzelnes Abbaugerät einmalig in der Firmengeschichte sei. Dieser Aufwand sei aber nötig, um die extrem harte und kompakt anstehende Roherde wirtschaftlich abbauen zu können, und das mit möglichst geringen Einwirkungen auf die Umwelt. Gerade die direkten Anwohner sind von den bisher durchgeführten Lockerungssprengungen betroffen. Deshalb wurde das Verfahren in den letzten Jahren immer weiter optimiert, um möglichst geringe Vibrationen zu verursachen. Seit einiger Zeit läuft unter der Leitung unseres Geologen, Alexander Braatz, ein Optimierungsprojekt für den Tagebau in Hirschau mit dem Ziel, die Technik und Abläufe in der Kaolingewinnung noch wirtschaftlicher und umweltschonender umsetzen zu können. Es wurden viele Untersuchungen und Tests alternativer Abbaugeräte durchgeführt. Das zentrale Ergebnis führte nun zu dem „flüsternden Riesen“.

 

Darauf kommt es an: Der direkte Dialog mit den Nachbarn.

 

Natürlich ist es in dieser Größenordnung nicht möglich, vor dem Kauf einen Praxistest durchzuführen. „Die damit verbundenen Risiken kann man nur eingehen“, so Helmut Struchtrup, „wenn man das Geschäft mit einem erfahrenen Lieferanten macht. Wir glauben, mit dem renommierten Hersteller und der deutschen Vertretung, der Firma Kiesel, solch einen zuverlässigen Partner gefunden zu haben.“ 

 

 

 

 

 

Tagebau und Technik zum Anfassen – auch die Kinder hatten bei der Vorstellung des „flüsternden Riesen“ einen Riesenspaß.

 

 

 

Nach der Begrüßungsrede gab es für alle die Möglichkeit, die moderne Technik aus nächster Nähe zu begutachten und auch einmal in der Fahrerkabine Platz zu nehmen. Der Abend war ein gelungener Dialog zwischen den Mitarbeitern der Amberger Kaolinwerke und den unmittelbaren Nachbarn des Abbaufeldes. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So rückt man der extrem harten und kompakten Roherde zu Leibe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Kraftpaket im Kaolintagebau - Gigantischer Tieflöffelbagger in Hirschau im Einsatz

 

Nachdem die alten Hydraulikbagger 15 Jahre ihren Dienst im Tagebau getan und deutliche Ermüdungserscheinungen gezeigt haben, beschlossen die Amberger Kaolinwerke, einen neuen Tieflöffelbagger anzuschaffen. Mit dem Hitachi Excavator 1900-6 wurde eines der modernsten und größten Geräte seiner Klasse beschafft. Gigantische 196 Tonnen schwer, sieben Meter hoch, 6,70 m breit, 1086 PS stark und mit einem Tankinhalt von 4140 Litern übertrifft der Hitachi alle bisher in Hirschau eingesetzten Tagebaugeräte. 

 

 

Sichtlich zufrieden war Alexander Braatz, Geologe bei den Amberger Kaolinwerken, mit der Endmontage des Riesen-Baggers, der die Kaolingewinnung noch wirtschaftlicher und umweltschonender umsetzen soll.

 


Die maximale Hubkraft des Baggers beträgt rund 53 Tonnen, der Reißlöffel hat ein Volumen von 6,8 Kubikmetern, was einem Füllgewicht an Kaolin von etwa 13 Tonnen entspricht. Der Riesen-Bagger kam per Schiff aus Japan nach Amsterdam und wurde dann Kraftpaket im Kaolintagebau Gigantischer Tieflöffelbagger in Hirschau im Einsatz in Einzelteilen mit neun Sattelschleppern nach Hirschau gebracht. Ein weiterer attelschlepper war nötig, um den 16,5 Tonnen schweren Reißlöffel zu transportieren, der durch seine spezifische Konstruktion und die verwendeten hochfesten Werkstoffe erstklassige Reißkräfte und höchste Füllmomente verspricht. Der verstärkte Innensteg nimmt die Kräfte am vorgezogenen Mittelzahn auf, die beim extremen Reißeinsatz entstehen. Das Zahn-System wurde für diesen Einsatz mit einer Wolframcarbid-Schicht versehen. Das gigantische Gerät, von dem es gerade mal 25 in ganz Europa gibt, wurde dann vor Ort im Tagebau Hirschau in einer guten Woche endmontiert.  

 

 

 

 

 

Suche