ISO 14001 - Umweltzertifikat für Werke in Deutschland und Österreich

Ein weiterer Baustein für ein integriertes Managementsystem

Frau Dr. Janson-Mundel (Mitte),  Leiterin der Abteilung Integrierte Managementsysteme beim TÜV NORD, überreichte Dr. Páez-Maletz und Dr. Justen die Umweltzertifkate


Anfang der 1990er Jahre begannen die Quarzwerke und die Amberger Kaolinwerke damit, ein zertifi zierungsfähiges Qualitätsmanagementsystem aufzubauen. Damit erfüllten sie, wie viele andere Unternehmen, die Anforderungen ihrer Kunden, die – allen voran die Automobilhersteller – von ihren Lieferanten den Nachweis einer normierten Qualitätssicherung verlangten. 1993 ließen sich die AKW und 1994 die Quarzwerke erstmals durch den TÜV bzw. durch die DQS zertifizieren. Auch bei der Arbeitssicherheit und
beim Umweltschutz etablierten sich in den Folgejahren normierte Managementsysteme. Umweltkatastrophen wie die Chemieunfälle
Seveso und Sandoz führten dazu, dass den Unternehmen mit besonders hohem Gefährdungspotential Umwelt- und  Sicherheitsmanagementsysteme vorgeschrieben wurden. Aber auch von Unternehmen mit weniger großem Umwelt- und Sicherheitsrisiko wurde von Seiten der Versicherer und Kunden zunehmend erwartet, dass sie sich freiwillig zertifizieren lassen.
In 2010 wurden im Rahmen einer Matrixzertifizierung durch den TÜV NORD zunächst fünf von insgesamt elf Standorten der Quarzwerke Gruppe in Deutschland und Österreich als repräsentative Stichprobe durch zwei Auditoren des TÜV überprüft. Am 26. August 2010 überreichte Frau Dr. Janson-Mundel, Leiterin der Abteilung Integrierte Managementsysteme beim TÜV NORD, die ersten drei Umweltschutzzertifikate nach ISO 14001 für die Quarzwerke GmbH, die Amberger Kaolinwerke und die Quarzwerke Österreich Zertifi zierungssyteme haben das Ziel, Prozesse systematisch abzubilden und sie fortlaufend zu verbessern. Kunden,  Versicherungen und Investoren wird dadurch die Zuverlässigkeit des Unternehmens nachgewiesen. Der Aufbau und die Pflege von Managementsystemen verursachen allerdings auch einen nicht zu unterschätzenden  Verwaltungsaufwand im gesamten Unternehmen, insbesondere dann, wenn mehrere Systeme nebeneinander geführt werden müssen. Deshalb ist es wichtig, Synergien zu nutzen. Synergieeffekte entstehen dadurch, dass die Managementsysteme für Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit so weit wie möglich
zusammengefasst werden. So gelten z.B. die Grundsätze für eine nachvollziehbare Dokumentation nicht nur für das Qualitätswesen ondern auch für Umweltschutz und Arbeitssicherheit. Ein weiteres Beispiel sind die Gefahrstoffe. Durch sie entsteht Regelungsbedarf
sowohl bei der Arbeitssicherheit als auch beim Umweltschutz. Der Servicebereich Managementsystem – Qualität/Umwelt/Arbeitssicherheit arbeitet deshalb zur Zeit an einem neuen Managementhandbuch, das den integrierten Ansatz stärker als bisher verwirklichen soll. Dabei ist es wichtig, auch die unterschiedlichen Standards, die in den verschiedenen  Gesellschaften der Quarzwerke Gruppe im Inland und im Ausland historisch gewachsen sind, soweit wie möglich anzugleichen
nach dem Motto, „das Rad nicht zweimal zu erfinden“. Auch in dieser Richtung ist der Servicebereich Managementsystem
seit 2009 aktiv. Bei alle dem dürfen wir das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren. Managementsysteme sind kein Selbstzweck,
sondern Werkzeuge zur Umsetzung der Unternehmensziele, wie sie im Unternehmensleitbild formuliert sind. Die Qualität unserer Produkte sichert uns die Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Sichere Arbeitsbedingungen schützen unsere Mitarbeiter vor Unfällen und Erkrankungen. Auch unsere Nachbarn und die Gesellschaft haben einen Anspruch darauf, dass wir die Umwelt im Rahmen unserer Möglichkeiten schützen. Das alles trägt dazu bei, dass wir die dauerhafte Lebensgrundlage unseres Unternehmens sicherstellen.

 

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2010

Quarzwerke erneut ausgezeichnet

 Robert Lindemann-Berk und Britta Franzheim nahmen von Niedersachsens Umweltminister Sander die Auszeichnung entgegen

 

Quarzwerke hat zum zweiten Mal den Deutschen Nachhaltigkeitspreis des Bundesverbandes der Kies- und Sandindustrie erhalten. 
Damit wird das nachhaltige und soziale Arbeiten der Quarzwerke gewürdigt. Im Vordergrund stand diesmal der Standort Frechen. Hier wachsen im renaturierten Tagebaubereich gut 540 verschiedene Pflanzen und leben Hunderte von Insekten, Vögeln und Amphibien. Viele Arten stehen wegen ihrer Seltenheit sogar auf der Roten Liste. Diese Artenvielfalt ist schon deshalb beachtlich, weil in den Natur- und Landschaftsflächen um den Frechener Tagebau herum die Artenvielfalt deutlich geringer ist. 
Diese hochwertige, rekultivierte Natur war ber nur Basis für unsere Auszeichnung, denn wir sind einen Schritt weiter gegangen. In speziellen Projekten für Kleinkinder, Schüler, Studierende, Erwachsene und Umweltverbände haben wir unsere lokale Gemeinschaft mit einbezogen; gemeinsam haben wir die Artenvielfalt entdeckt, kartiert, erforscht und weiterentwickelt. Die Jury war beeindruckt von den vielfältigen Projekten, wörtlich heißt es: „Besonders gut gefielen die Einbindung der Jugend, insbesondere der im ehrenamtlichen Naturschutz engagierten Kinder, sowie die Funktion des Tagebaus quasi als außerschulischer Lernort". So werden auch in diesem Jahr wieder Schülerinnen und Schüler, die sich am Leistungszentrum für Natur- und Umweltfragen (LNU) am Gymnasium Frechen für einen Ferienkurs eingeschrieben haben, einen Tag in der Rekultivierung des Frechener Tagebaus verbringen und die Natur erforschen.

 

Bereits im Jahr 2007 bekamen Quarzwerke den Deutschen Nachhaltigkeitspreis verliehen. Die erneute Auszeichnung belegt, dass das Thema Nachhaltigkeit bei Quarzwerke viel mehr als eine Modeerscheinung ist. Die Preisverleihung war Höhepunkt der Kies– und Sandtage, die der Bundesverband der Kies- und Sandindustrie (BKS) Ende Januar in Hannover veranstaltete. Der Umweltminister von Niedersachsen, Hans-Heinrich Sander, war Schirmherr und übergab den Nachhaltigkeitspreis an den geschäftsführenden Gesellschafter der Quarzwerke Robert Lindemann-Berk und Unternehmenssprecherin Britta Franzheim. „Der Nachhaltigkeitspreis ist auch eine große Anerkennung der vielen ehrenamtlichen Helfer und der vielen Experten von Umweltorganisationen, Schulen und Universitäten", so Robert Lindemann-Berk nach der Preisverleihung, „gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeitern arbeiten sie daran, dass Kinder und Erwachsene miterleben können, wie wertvoll Artenvielfalt ist." „Ganz nebenbei macht es einfach Spaß, in strahlende Kinderaugen zu schauen, wenn sie uns besuchen und lernen, die Natur zu entdecken", fügte Britta Franzheim hinzu. 
Der BKS hat Quarzwerke auch für den europäischen Nachhaltigkeitspreis vorgeschlagen. Ob wir dort auch für unser soziales Engagement ausgezeichnet werden, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.

 

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