Kunststofftechnikum bietet neue Möglichkeiten

 
Mit neuen Geräten kann Quarzwerke viele Versuche selber durchführen
 
In dem neu eigerichteten Kunststofftechnikum können an verschiedenen Geräten Versuche durchgeführt werden, die die mechanischen und physikalischen Eigenschaften unserer Hochleistungsfüllstoffe in Kunststoffen untersuchen.
Die High Performance Fillers der Quarzwerke werden zu einem großen Teil in Kunststoffen verwendet. Durch unsere Produkte werden dann diese Kunststoffe besonders strapazierfähig und zeigen verbesserte Eigenschaften bei erhöhten Umgebungstemperaturen.
 
 
 
Thorsten Hilgers aus der Produktentwicklung mischt im Extruder ein Compounding aus Hochleistungsfüllstoffen und Polypropylen. So ein Compounding wird beispielsweise später in der Automobilindustrie verwendet.
Diese Eigenschaftsverbesserung kann nun dem Kunden mit belegbaren Messwerten nahe gebracht werden. In der Vergangenheit häuften sich Kundenanfragen für die Herstellung von Mustern in Kunststoffsystemen. Diese konnten von uns nicht hergestellt werden, so dass sich der Kunde bereits für seine Versuchsprodukte einen externen Compoundeur suchen musste. Granulate aus Kunststoffen, die mit unseren verschiedenen Hochleistungsfüllstoffen gemischt wurden, können wir nun selber herstellen.
Ebenso hatten wir keine Möglichkeit Fehler in Kunststoffsystemen kurzfristig zu prüfen. Durch das neue Kunststofftechnikum haben wir bessere Möglichkeiten bei der Entwicklung von neuen Produkten.
Die Anwendungsversuche wurden in der Vergangenheit durch ein externes Institut durchgeführt. Dadurch entstanden nicht nur hohe Kosten, sondern auch lange Wartezeiten.
Mit Hilfe des eigenen Kunststofftechnikums können wir nun alle wichtigen Versuche selbst durchführen:
    1. Zug-Dehnungsversuche, bei denen der Kunststoff mit konstanter Geschwindigkeit solange gedehnt wird, bis er reißt.
    2. Biegeversuche, bei denen der an drei Punkten befestigte Kunststoff so lange gebogen wird, bis er kaputt geht.
    3. Versuche zur Schlagzähigkeit, die die Fähigkeit eines Werkstoffes, eine bestimmte Schlagenergie zu absorbieren, angibt.
    4. Die Kerbschlagzähigkeit wird mit einer gekerbten Probe gemessen. Der Unterschied zwischen Schlagzähigkeit und Kerbschlagzähigkeit gibt Aufschlüsse über die Empfindlichkeit des Werkstoffes gegenüber äußeren Kräften und über die Wirksamkeit unserer Füllstoffe.
    5. Versuche zur Temperaturbelastbarkeit von Kunststoffen. 

Diese Versuche werden an Prüfkörpern durchgeführt, die wir nun in unserem Kunststofftechnikum herstellen werden.

Für das Team der Produktentwicklung ist durch das Kunststofftechnikum die Arbeit noch komplexer geworden, aber auch noch spannender.
Mit dieser Erweiterung können wir uns zukünftig im Kunststoffmarkt besser als „Mineral Engineers“ präsentieren!
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