Neues Werk Hohenbocka ist fertig

Probebetrieb im April - Produktionsstart im Mai

Rund 15 Monate nach dem verheerenden Brand im Quarzsandwerk Hohenbocka ist das neue Werk fast fertig. Im April startet der Probebetrieb und ab Mai die Feuchtsandproduktion. Das alte Werk wurde durch das Feuer am 21. Dezember 2006 so stark zerstört, dass nur die Bodenplatte erhalten werden konnte. Alles andere wurde innerhalb von neun Monaten komplett neu gebaut. Im Sommer wurden die ersten Stahlträger gesetzt, im Herbst war bereits die Bauhöhe von 27,5 Metern erreicht und Anfang Dezember ist mit der Ummantelung begonnen worden. Die Kunden wurden ohne Unterbrechung mit Quarzsand versorgt; vor allem die Werke Frechen und Osiecznica produzierten mehr, um die Hohenbockaer Kunden mit zu beliefern.

 

 

 

Genau ein Jahr nach dem Feuer kamen die regionalen Journalisten ins Werk, um sich über die Bauarbeiten zu informieren. "Glassandwerk wird mit Herz gebaut" titelte danach die Lausitzer Rundschau; denn nicht nur die Investitionen in Höhe von 23 Millionen Euro beeindruckten die Medien, auch der hohe menschliche Einsatz wurd gewürdigt. Sieben Mitarbeiter aus Hohenbocka unterstützten über ein Jahr lang andere Standorte, die beiden Auszubildenden setzten ihre Lehre in Caminau fort und acht Mitarbeiter mussten in einer Transfergesellschaft untergebracht werden. Fünf blieben die ganze Zeit über in Hohenbocka, um den Wiederaufbau zu unterstützen. 
Betriebsleiter Volker Wenk (seit diesem Januar ist er Werkleiter) wurde zum Bauleiter und koordinierte den Neubau. "Auch jetzt läuft es mir immer noch kalt den Rücken runter, wenn ich an die Brandnacht denke", berichtet er auf der Pressekonferenz, "keiner von uns hätte gedacht, dass ein Sandwerk so brennen kann." Jetzt blicken aber erst mal alle optimistisch in die Zukunft: Das neue Werk wird mit 550 jato eine höhere Kapazität haben und auch energetisch effizienter arbeiten als das alte. Um den Wiederaufbau und den Beginn der Produktion zu feiern, wird es am ersten Septemberwochenende einen Tag der Offenen Tür und ein Fest geben. "Bis dahin haben wir allerdings noch viel zu tun", so Wenk.

 

Im Bild links (v. l. n. r.) Werkleiter Holger Gerling, Betriebsleiter Volker Wenk und geschäftsführender Gesellschafter Robert Lindemann-Berk beim Besuch der Baustelle.

 

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