Werk Hohenbocka - Aufbau läuft auf Hochtouren

Abgebranntes Werk abgerissen – Neustart terminlich fixiert

„Wir schauen nach vorn und wissen ganz genau, wohin der Zug rollt“, zeigt sich Betriebsleiter Volker Wenk optimistisch. Der seit 131 Jahren ortsansässige Betrieb wird komplett neu aufgebaut. Mit 21 Mitarbeitern soll die Produktion im April 2008 wieder anlaufen. Die gespenstische Ruhe im kurz vor Weihnachten abgebrannten Quarzsandwerk Hohenbocka ist schon lange vorbei. Die Ruine ist abgetragen und entsorgt, die Aufbauarbeiten haben Mitte Juni begonnen. Der Bau von zehn Entwässerungssilos ist in vollem Gange. Die ersten 14 Meter hohen Stahlträger wurden ab 23. Juli gesetzt. Spätestens ab August wird sich das Werksgelände in eine quirlige Großbaustelle verwandeln, auf der bis zu 20 Firmen gleichzeitig rotieren. Ungeklärt ist nach wie vor trotz laufender Aufbauarbeiten die Brandursache. Bisher liegt nur ein Zwischenbericht vor; darin wird Schwarz auf Weiß bestätigt, dass auf Seiten der Quarzwerke kein Verschulden vorliegt. Die Erinnerung an die Brandnacht mit dem feuerroten Himmel über Hosena und Hohenbocka ist bei den Bewohnern und vor allem bei unseren Mitarbeitern unauslöschlich. Bei einer Temperatur von rund 1.500 °C sind in wenigen Stunden sämtliche Maschinen, Bänder, Antriebe, Aggregate und die Steuerungstechnik verbrannt. „Außer der Bodenplatte ist uns nichts geblieben. Selbst Stahlträger schmolzen und sahen aus wie zerknülltes Papier. Vom Aluminium blieb nur Pulver zurück“ erinnert sich Volker Wenk an die Katastrophe. 

„Ein eigenständiges Sandwerk alleine hätte solch einen Supergau nicht über lebt“, ist sich Volker Wenk ziemlich sicher. Mit der Kraft des Unternehmensverbundes der Quarzwerke Gruppe wurde es geschafft, dass die Kunden beinahe ohne Verzögerung mit vergleichbaren Produkten beliefert werden konnten. Die Zeit sitzt uns im Nacken. Ab März 2008 müssen die Inbetriebnahmen der Anlagen erfolgen, damit ab April der Probebetrieb aufgenommen werden kann. 
Quelle: Lausitzer Rundschau 

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