In Frechen ist die neue Umgehungsstraße K 25 n in Otto Lindemann Straße benannt worden web Straen Einweihung


Otto Lindemann war nicht nur für Quarzwerke bedeutend sondern auch für die Stadt Frechen. Ende August wurde ihm eine Straße in Frechen gewidmet: Die Otto Lindemann Straße (ehemals K 25n) führt zu Hauptverwaltung und Werken der Quarzwerke hoch.  Otto Lindemanns Enkel Cornel Lindemann-Berk und Bürgermeister Hans Willi Meier hielten vor den geladenen Gästen eine Rede, um anschließend das Straßenschild zu enthüllen.  Seine Tochter Ursel Brecht, drei Enkel und ein Urenkel waren gekommen, um Otto Lindemann zu ehren. "Es rührt mich sehr, denn das Leben meines Vaters waren die Quarzwerke, und auch für Frechen hat er sehr viel getan", berichtete Ursel Brecht. Otto Lindemann wurde am 16. April 1891 in Wolfschade im Kreis Gummersbach geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Köln. Nach einem Bauingenieur-Studium folgte ein zweites Studium der Hütten- und Aufbereitungskunde in Karlsruhe, welches er kriegsbedingt unterbrechen musste. 1915 trat er in das väterliche Unternehmen, die Cöln-Frechener Kristallsandwerke ein. Rund acht Jahre später gründete er die Quarzmahlwerk Frechen GmbH (später Quarzwerke GmbH) und wurde 1924 Geschäftsführer der Rheinischen Bau- und Kristallsandwerke GmbH (später Werk Haltern der Quarzwerke).

Web Otto lindemannOtto Lindemann ist als Unternehmer mit Weitsicht und einem großen sozialen Verantwortungsgefühl in Erinnerung geblieben. Die Standorte in Frechen, Haltern und Neuss mussten nach Kriegsende wieder in Stand gesetzt werden. Trotz der Schicksalsschläge blickte er immer nach vorne und  brachte so Quarzwerke wieder zu Erfolg. Zwei Steinzeugwerke, sieben Quarzsandgruben, sechs Quarzmahlwerke und zwei Tongruben in Deutschland, Belgien, Frankreich und der Schweiz gehörten 1962 zur Unternehmensgruppe.

Er gründete eine Alters- und Hinterbliebenenfürsorge für die Mitarbeiter der Quarzwerke Gruppe, sorgte für moderne Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume in den Werken und ließ in Frechen eine Werkssiedlung bauen. Darüber hinaus legte er schon in den 30er Jahren, als einer der ersten in der Steine- und Erdenindustrie, den Grundstein für die Bekämpfung der Silikose. Das war vorbildhaft für Fachleute im In- und Ausland.  Ende der 40er Jahre war Otto Lindemann maßgeblich an der Errichtung des Frechener Sportparks beteiligt. Er schenkte der Stadt das Grundstück in Grubennähe und ließ in den folgenden Jahren die Naturtribüne des Stadions und die terrassenförmige Anlage des Sportparks modellieren.

Seine eigenen Worte sind bezeichnend für seine Lebenseinstellung: „Der einzelne, auch an führender Stelle, vermag nichts ohne die Hilfe der vielen, die mit ihm arbeiten. Wir wissen, daß wir eine große Zahl nicht nur tüchtiger, sondern auch menschlich wertvoller Mitarbeiter in unserer Arbeitsgemeinschaft haben, gleichgültig, an welchem Platz sie stehen. Ich bin glücklich, daß ich während meiner über 50jährigen Tätigkeit unter meinen Mitarbeitern mehr persönliche Freunde finden konnte als sonst in meinem Leben.“ [Otto Lindemann, 1960]

Otto Lindemann verstarb am 09. Januar 1962

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